UMNUTZUNG
Die „Garderobe der U-Bahn“, der „Stammtisch auf Stromkästen“, der sich täglich von Kisten zu eingeräumten ‚Zu-Verschenken‘-Regalen „konstituierende Stadtbasar“ (vormals Gehweg):
Der Stilpluralismus an von Bewohnende für Bewohnende angeeignetes und weiter konfiguriertes Stadtmobiliar scheint grenzenlos. Die Rede sollte jedoch hier von Umnutzung statt Aneignung sein.
Die entstehenden Schau- und Spielplätze lösen in ihrem Entstehungs-Prozess die unterschiedlichsten Reaktionen aus: Vom Mitmachen über schüttelnde Köpfe, Briefwechsel mit Ordnungsämtern, schmunzelnde Gesichter oder hitzige Empörung … Ein Dialog der Stadtbewohnenden entsteht.
Studierende der Fakultät für Architektur an der RWTH Aachen werden selbst als Stadtmitglied aktiv:
Sie suchen sich einen Schauplatz ihrer Wahl in ihrer Wahlstadt aus und inszenieren einen Tag lang eine Umnutzungs-Szene. Ob Sie die Garderobe in die U-Bahn projizieren oder ein anderes Möbelstück ausführen: Sie entscheiden selbst was Sie aus- oder einlagern, umnutzen und weiterkonfigurieren. Eins ist sicherzustellen: Ein Dialog mit Anwohnnenden und Passierenden wird entstehen. Sie werden selbst zum teilnehmenden Beobachtenden des Geschehens. Stößt ihr entwickeltes Stadtmobiliar auf Zustimmung oder Empörung? Wird es angenommen, zerstört, vervielfältigt oder im sozialen Netzwerk publiziert? Welcher Dialog entsteht?
Am 21.12.22 werden Sie die Dokumentation Ihrer Inszenierungen und des entstehenden Stadtdialogs anlässlich des KURZFILMTAGs in den Räumlichkeiten Liebig 257 des Vereins KLuG – Köln leben & gestalten e.V. in Kurzfilmen und 1:1 Modellen der breiten Öffentlichkeit zur Schau stellen und natürlich zum Dialog einladen. Sprecht mit!
Dauer/Ablauf:
19:00 - 22:00 Uhr
veranstaltet von:Lehrstuhl für Städtebau RWTH Aachen und KLuG – Köln leben & gestalten e.V.